Bewerbung um ein Schülerpraktikum: Orientierungshilfe für Deine berufliche Zukunft

Der Start in das Arbeitsleben kann sich für junge, unerfahrene Berufseinsteiger bisweilen als recht schwierig erweisen. Denn nicht alle wissen auf Anhieb, wo ihre persönlichen Stärken liegen und welche Richtung sie nach Beendung der schulischen Laufbahn einschlagen möchten. Um den zukünftigen Jobanwärtern den Einstieg in die Berufswelt zu erleichtern, müssen daher alle Schüler während der Sekundarstufe, also in der neunten, der zehnten oder der elften Klasse, ein Schülerpraktikum absolvieren. Dieses umfasst in der Regel rund zwei bis drei Wochen und wird unter Leitung eines Lehrers von den Schülern ganz allein geplant und organisiert. Zu den wichtigsten Faktoren rund um dieses erste Hineinschnuppern in die Arbeitswelt der Erwachsenen zählt dabei auch das Erstellen einer Bewerbung zum Schülerpraktikum. Was es dabei zu beachten gilt, verrät Dir der nachfolgende Ratgeber.

Die Vorbereitungsphase: Stellensuche für ein Schülerpraktikum

Das A und O für eine gelungene Bewerbung zum Schülerpraktikum ist eine sorgfältige Vorbereitung. Bevor Du also mit dem Erstellen von Lebenslauf, Anschreiben und Co. beginnst, solltest Du zunächst herausfinden, welches Berufsfeld für Dich das bestgeeignete ist. Stelle Dir hierfür die Frage, wo Deine persönlichen Fähigkeiten und besonderen Interessen liegen und inwiefern Du diese beruflich einsetzen möchtest. Wenn Du zum Beispiel Freude am kreativen Arbeiten mit Holz, Metall oder anderen Materialien hast, dann könnte ein handwerklicher Beruf genau das Richtige für Dich sein. Bevorzugst Du hingegen organisatorische Bürotätigkeiten, empfiehlt sich für Dich möglicherweise ein Job in der Verwaltung oder auch eine kaufmännische Karriere. Nachdem Du Deinen persönlichen Traumjob ermittelt hast, kannst Du im nächsten Schritt Deiner Bewerbung zum Schülerpraktikum mit der Stellensuche beginnen. Am besten startest Du direkt mit einer Suche im Netz. Dort stehen Dir jede Menge unterschiedlicher Online-Portale zur Verfügung, die verschiedene Betriebe und Unternehmen für die Besetzung offener Stellen nutzen. Auch für Praktika kannst Du spezifische Börsen finden.

Aber auch ein Blick in die regionale Zeitung kann sich für die Suche nach einem Schülerpraktikum lohnen. Für den Fall, dass Du ein Unternehmen in Deiner Umgebung gefunden hast, empfiehlt es sich für die erste Kontaktaufnahme in persona vorstellig zu werden. Vor allen Dingen in kleineren Betrieben kannst Du mit einer persönlichen Anfrage um ein Schülerpraktikum punkten.

Solltest Du Unterstützung bei der Suche nach einer passenden Praktikumsstelle benötigen, kannst Du Dich mit all Deinen Fragen außerdem immer auch an Deinen Lehrer wenden. Dieser steht Dir helfend zur Seite und kann Dir vielfältige Tipps für die Suche geben. Eine ausführliche Beratung sowie ein paar Adressen von verschiedenen Betrieben, die eine gute Verbindung zu Deiner Schule haben und dafür bekannt sind Praktikanten aufzunehmen, gehören ebenfalls dazu.

Wichtige Fakten und Tipps zum Erstellen einer Schülerpraktikum Bewerbung

Eines steht fest: Wenn Du ein Schülerpraktikum absolvieren möchtest, dann gehört das Anfertigen einer Bewerbung zum absoluten Pflichtprogramm.  Im Allgemeinen beinhaltet diese:

  • Anschreiben für die Bewerbung
  • Lebenslauf, tabellarisch
  • bisherige Schul- und Arbeitszeugnisse
  • sonstige bewerbungsrelevante Dokumente

Um Deiner Bewerbungsmappe den letzten Feinschliff zu verleihen, kannst Du Deine Praktikumsbewerbung zusätzlich mit einem Deckblatt ausstatten. Allerdings solltest Du beim Sortieren Deiner Unterlagen darauf achten die richtige Reihenfolge einzuhalten. Denn entgegen vieler Erwartungen steht nicht das Deckblatt am Anfang Deiner Bewerbung um ein Schülerpraktikum, sondern das Anschreiben. Der Grund: Auf diesem ist die Anschrift des Empfängers vermerkt, sodass sie bei einer postalischen Zusendung ganz einfach durch das Sichtfenster des Briefumschlages gesehen werden kann. Überdies ist das Anschreiben für den Personaler der wichtigste Teil der Bewerbung, da diese alle relevanten Informationen über den Jobanwärter zusammengefasst darstellt. Auf das Bewerbungsschreiben für ein Schülerpraktikum folgt schließlich das Deckblatt, hinter das sich wiederum Lebenslauf, Schul- und Arbeitszeugnisse sowie andere bewerbungsrelevante Dokumente anreihen.

Hinweis: Achte beim Erstellen Deiner Bewerbung um ein Schülerpraktikum darauf wichtige Dokumente, wie Schulzeugnisse und andere Zertifikate, keinesfalls im Original, sondern ausschließlich in kopierter Version beizufügen! Denn in der Regel werden alle Bewerbungen von den Personalabteilungen einbehalten, sodass Du diese urkundlichen Bescheinigungen nur schwer wiedererlangen kannst.

Vor allen Dingen das Anfertigen von Lebenslauf und Bewerbungsanschreiben birgt für viele unerfahrene Praktikumsanwärter einige Schwierigkeiten. Daher werden nachfolgend die wichtigsten Grundlagen für diese beiden Hauptbestandteile einer Bewerbung zusammengefasst.

Bewerbungsschreiben zum Schülerpraktikum: Dein berufliches Aushängeschild

Das Anschreiben ist der Dreh- und Angelpunkt einer jeden Bewerbung, ganz gleich ob Schüler, Berufserfahrener und Neustarter: In diesem erläuterst Du nicht nur Deine Motivation für ein Praktikum in dem entsprechenden Betrieb, sondern verdeutlichst außerdem inwiefern Deine persönlichen Stärken und Erfahrungen für die Arbeit von Nutzen sein können. Oder anders gesagt: Das Bewerbungsschrieben ist quasi Dein berufliches Aushängeschild, mit dem Du Dich als die beste Besetzung für die Praktikumsstelle präsentierst. Daher ist eine sorgfältige Vorbereitung die wichtigste Grundlage für den Erfolg Deiner Bewerbung für ein Schülerpraktikum. Allen voran ist hierbei eine eingehende Unternehmensrecherche zu nennen, auf die Du Deine Motivation für das Schülerpraktikum aufbauen kannst.

Um einen guten und bleibenden Eindruck beim Personaler zu hinterlassen, kann es sich überdies als lohnenswert erweisen, wenn sich Dein Bewerbungsschreiben zum Schülerpraktikum von der Masse abhebt. Wie Dir dies gelingt? Ganz einfach: Mit etwas kreativem Geschick. Lass also Deiner Phantasie freien Lauf und versuche durch das Abweichen von gängigen Normen eine Bewerbung mit individueller Note zu erstellen. Achte dabei jedoch darauf nicht übers Ziel hinaus zu schießen und bestehende Höflichkeitsformen stets zu wahren. Darüber hinaus solltest Du Dich keinesfalls mit fremden bzw. kopierten Ideen schmücken, denn falsche Angaben sind in Bewerbungen streng tabu. Ebenfalls unbedingt zu vermeiden: Grammatik- und Rechtschreibfehler. Am besten ist es daher, wenn Du Deine Bewerbung um ein Schülerpraktikum von Deinen Eltern Korrektur lesen lässt.

Um eine gute Lesbarkeit zu gewährleisten, solltest Du außerdem versuchen Dein Anschreiben sowohl inhaltlich als auch formal logisch aufzubauen. Eine klassische Einteilung in Einleitung, Hauptteil und Schluss kann sich dabei als äußerst hilfreich erweisen.

Checkliste für ein gelungenes Bewerbungsschreiben zum Schülerpraktikum

  • eingehend über das Unternehmen informieren
  • inhaltlich und formal logischer Aufbau
  • individueller Schreibstil
  • die Motivation zur Bewerbung logisch begründen
  • persönliche Stärken hervorheben
  • berufsrelevante Kompetenzen und Qualifikationen benennen
  • Grammatik- und Rechtschreibfehler vermeiden

Alles auf einen Blick: Der tabellarische Lebenslauf für ein Schülerpraktikum

Der Lebenslauf bildet – zusammen mit dem Anschreiben – das Kernstück einer Bewerbung. Wie der Name bereits deutlich werden lässt, handelt es sich hierbei um eine schriftliche Ausarbeitung Deines bisherigen schulischen bzw. beruflichen Werdegangs. Um eine bessere Übersichtlichkeit für den Personaler zu ermöglichen, werden dabei meist die wichtigsten Daten und Stationen in chronologischer Reihenfolge tabellarisch präsentiert. Dementsprechend werden zuerst alle Angaben,  die Deine Person betreffen, wie Name, Geburtsdatum, Anschrift etc. angeführt. Daraufhin werden dann wiederum alle Basisdaten rund um Deine bisherige Schul- und Berufslaufbahn aufgelistet. Wenn Du beispielsweise bereits einen Nebenjob hattest, solltest Du diesen unbedingt in Deinen Lebenslauf aufnehmen.

Anschließend kannst Du mit sogenannten Zusatzqualifikationen punkten. Hierbei handelt es sich um alle Engagements, die Du abseits des klassischen Stundenplans umgesetzt hast: ehrenamtliche Tätigkeiten in einem Verein oder bei einer Jugendgruppe, Mitgliedschaft in der Freiwilligen Feuerwehr oder auch besondere Computer- oder Fremdsprachenkenntnisse sind hierbei zu nennen. Diese individuellen Details sind es, die dafür sorgen können, dass Dein Lebenslauf gegenüber anderen Bewerbern um ein Schülerpraktikum hervorsticht und die Dich entsprechend einzigartig machen. Wenn es Dir dann noch gelingt, Deine Bewerbung mit einem tollen Design außergewöhnlich zu verpacken und so einen echten Hingucker zu kreieren, kannst Du Dich mit großer Wahrscheinlichkeit auf Dein neues Schülerpraktikum freuen.