Der Lebenslauf – Dein Ticket zum Traumjob

Wenn Du schon einmal einen Lebenslauf geschrieben hast, dann weißt Du, dass Du diesem Part Deiner Bewerbung ganz besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen musst. Dein Lebenslauf ist in gewisser Weise so etwas wie Deine Visitenkarte. Ein potentieller Arbeitgeber oder der unternehmenseigene Personaler wirft häufig nur einen Blick darauf und erkennt bei diesem kurzen Scan bereits all Deine Stärken und Schwächen. Wenn Du Deinen Lebenslauf schreiben willst, solltest Du dementsprechend genau wissen, worauf es ankommt. Nur so kannst Du Deine Stärken in den Vordergrund rücken und Deine Schwächen geschickt verbergen. Der folgende Ratgeber soll Dir dabei helfen einen Lebenslauf erstellen zu können. Neben dem allgemeinen Aufbau sowie den klassischen Informationen bekommst Du außerdem ein paar hilfreiche Tipps an die Hand, die Dir bei der Gestaltung und auch bei Aufbau und Inhalt helfen können.

Lebenslauf schreiben – Welche Form ist richtig?

Wenn Du einen Lebenslauf schreiben möchtest, dann orientierst Du Dich mit großer Wahrscheinlichkeit an den üblichen Vorlagen und Mustern, die im Internet zu finden sind. Diese sind allerdings nicht immer empfehlenswert, denn tatsächlich fordern einige Unternehmen Lebensläufe, die von der üblichen Form abweichen. Als klassische Form wird meist der tabellarische Lebenslauf bezeichnet. Einen Lebenslauf tabellarisch zu sortieren, ist sehr einfach, denn die verschiedenen Stationen Deiner bisherigen beruflichen und schulischen Ausbildung werden praktisch wie in einer Tabelle einfach untereinander aufgelistet. Hierfür gibt es viele Mustervorlagen im Netz zu finden. Allerdings solltest Du beim bloßen Kopieren vorsichtig sein. Genauso wie bei den Vorlagen für Bewerbungsschreiben kennen die Personaler auch die Vorlagen für Lebensläufe und können Dir im schlimmsten Fall ein paar Bewerberpunkte abziehen, wenn Sie sehen, dass Du den Deinen einfach nur kopiert hast.

Wenn Du Deinen Lebenslauf nicht tabellarisch einreichen sollst, dann gehörst Du zu den Jobsuchenden, die sich bei einem Unternehmen bewerben wollen, bei dem ein Curriculum Vitae (kurz CV) entweder in Textform oder sogar in handschriftlicher Form gefordert wird. Hierbei bringen Dich die klassischen tabellarisch geordneten Vorlagen nicht weiter. Zumindest, was die Abgabe Deines Lebenslaufs angeht. Damit Du selbst einen besseren Überblick bekommst, solltest Du Deinen Lebenslauf immer zuerst tabellarisch anlegen, so stellst Du sicher, dass Du nichts Wichtiges vergisst. Lebensläufe in Textform werden übrigens häufig bei kreativen oder sehr traditionellen Berufen gefordert.

Der genaue Aufbau – Wie schreibe ich einen Lebenslauf?

In früheren Zeiten war es Gang und Gäbe, dass ein Lebenslauf chronologisch aufgebaut war. Heutzutage geben Bewerbungsratgeber an, dass Jobsuchende lieber mit den jüngsten Stationen ihrer beruflichen Laufbahn beginnen sollten, um den Personalern gleich das Wesentliche zu präsentieren und Zeit zu sparen. Häufig lesen sich die Personalverantwortlichen schließlich gar  nicht mehr den vollständigen Lebenslauf durch, sondern überfliegen nur die wichtigsten Stationen. Bevor Du jedoch damit beginnst Deine schulische, universitäre und berufliche Laufbahn Stück für Stück aufzulisten, solltest Du zunächst einmal Deine allgemeinen personenbezogenen Angaben hinterlegen.

Zu den personenbezogenen Angaben gehören Dein Geburtsdatum, deine Anschrift und Deine Telefonnummer. Besonders wichtig sind heute außerdem immer noch Familienstand, Staatsangehörigkeit und eine aktuelle E-Mailadresse. Name und Beruf der Eltern müssen heutzutage nicht mehr erwähnt werden, es sei denn dies stünde im signifikanten Zusammenhang zur eigenen Bewerbung.

Im Anschluss an die persönlichen Daten listet Du nun Deine schulische Ausbildung auf. Du musst hierbei nicht sämtliche Stationen von der Grundschule über die Realschule bis hin zur Fachhochschulreife und dem späteren Bachelor-Abschluss auflisten. Es genügt immer der letzte gültige Schulabschluss. In diesem Fall reicht es die Fachhochschulreife und den Bachelor-Abschluss anzugeben.

Nun folgen Deine beruflichen Qualifikationen: Ausbildungen, Praktika, Nebenjobs und sämtliche anderen praxisbezogenen Tätigkeiten können und sollten an dieser Stelle aufgelistet werden. Wenn Du Deinen Lebenslauf online schreiben musst, solltest Du am besten Links zu den betreffenden Unternehmen einfügen, eine kurze Beschreibung deren Tätigkeit sowie auch Deiner eigenen im Betrieb angeben. So können sich die Personaler gleich ein Bild davon machen, mit welchen Aufgaben Du schon vertraut bist und in welchen Bereichen Du über Kenntnisse verfügst.

Nachdem Du die Hauptstationen des Lebenslaufs abgearbeitet hast, kannst Du nun noch mit weiterführenden Kenntnissen im Bereich EDV oder Sprachen punkten. Bei manchen Jobs kann es hilfreich sein anzugeben, dass Du Dich im Besitz eines Führerscheins befindest oder dass Du gewisse Hobbys pflegst. Danach solltest Du noch den Ort, das Datum und gegebenenfalls Deine Unterschrift beifügen. Die Unterschrift im Lebenslauf ist heute nicht mehr überall Pflicht, wird von vielen Personalern aber trotzdem noch gern gesehen. Besonderer Tipp: Achte bei jeder Bewerbung darauf, dass das Datum in Deinem Lebenslauf aktuell ist. Selbstverständlich kannst Du Deinen Lebenslauf an mehrere Unternehmen schicken, ein veraltetes Datum, weil Du den Lebenslauf einfach nur in Deine Bewerbung kopiert hast, wird jedoch bei Personalern nicht gern gesehen.

Das Foto im Lebenslauf – Wichtig oder nicht?

Hast Du auch schon die vielen Anzeigen von Fotostudios gesehen, in denen Du für großes Geld möglichst professionelle Bewerbungsbilder machen lassen kannst? Und hast Du Dich dann auch gefragt, ob es nicht viel schöner wäre, wenn jemand Dich nur aufgrund Deiner Fähigkeiten und nicht aufgrund Deines Aussehens einstellen würde? Selbstverständlich ist das grundsätzlich die richtige Einstellung, aber leider funktionieren Bewerbungen und Lebensläufe vor allem in Deutschland so noch nicht.

Ein Foto im Lebenslauf ist von entscheidender Bedeutung und viele Arbeitgeber sortieren Deine Unterlagen sofort aus, wenn Ihnen das Foto nicht gefällt. Deshalb solltest Du viel Wert auf ein professionelles Bewerbungsfoto legen. Die Kosten hierfür kannst Du sogar von der Steuer absetzen. Lass Dich in einem Fotostudio beraten, übertreibe es mit Deinem Bild aber auch nicht. Ein Bewerbungsporträt in Managerpose macht sich nicht besonders gut, wenn Du Dich bei einem Unternehmen um eine Ausbildungsstelle oder ein Praktikum bewirbst. Wenn Du Deinen Lebenslauf online erstellen musst, solltest Du außerdem sichergehen, dass Du eine digitale Version Deines Bewerbungsfotos in hoher Qualität besitzt, welches Du in Deinen Lebenslauf einfügen kannst.

Lebenslauf online erstellen – Tipps vor dem Absenden

Bevor Du Deinen eigenen Lebenslauf abschickst, solltest Du sämtliche Angaben noch einmal auf ihre Richtigkeit kontrollieren. Niemand mag gern Lücken im Lebenslauf, aber diese zu verschweigen oder fälschlicherweise zu stopfen, empfiehlt sich eher nicht. Derartige Aktivitäten können als Betrugsversuch gewertet werden und Dich auch nach einer Anstellung noch Deinen Job kosten. Prahle dementsprechend besser auch nicht mit Kenntnissen, die Du nicht beherrscht. Besonders gern werden von Personalern im späteren Bewerbungsgespräch im Lebenslauf angegebene Sprachkenntnisse überprüft. Um ein gutes Feeling dafür zu bekommen, wie ein richtiger Lebenslauf auszusehen hat, wirf am besten einen Blick auf unsere Vorlage und lass Dich inspirieren.